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Die Wurzelspitzen-Resektion (WSR) ist ein Standard-operationsverfahren zur chirurgischen Zahnerhaltung. Durch die Abtragung der Wurzelspitze und die Entfernung des entzündlich veränderten Gewebes an der Wurzelspitze mit dem kombinierten bakteriendichten Abschluss des Wurzelkanals sollen Infektionen unter Erhalt des Zahnes beseitigt werden.
Diese zahnerhaltende Maßnahme wird vorgenommen, wenn ein chronisch entzündlicher Prozess im Bereich der Wurzelspitze nicht durch eine herkömmliche Wurzelbehandlung abklingt oder eine solche nicht möglich ist, ferner wenn sich im Röntgenbild Veränderungen zeigen, die einer feingeweblichen Untersuchung und damit Gewebsentnahme bedürfen.
Weitere Indikationen für die Wurzelspitzenresektion können sein: abnorme Wurzelverhältnisse, Zahnverletzungen (z.B. Wurzelfraktur), Zysten, Tumorverdacht, Komplikationen bei der Wurzelbehandlung wie zum Beispiel Nichtaufbereitbarkeit des Wurzelkanals, nicht entfernbare, abgebrochene Wurzelkanalinstrumente, überpresstes Wurzelfüllmaterial.
Mit der entsprechenden Technik ist es möglich, diesen Eingriff minimalinvasiv in 10-20 Minuten durchzuführen.
An zwei Seitenzähnen im Unterkiefer sind Entzündungen an den Wurzelspitzen zu erkennen (weiße Kreise). Beide Zähne sind schon Wurzelgefüllt (weiß erscheinendes Material im Wurzelkanal) und können nur noch durch eine Wurzelspitzenresektion (WSR) erhalten werden. Dazu wird in einem kleinen operativen Eingriff die Entzündung und die Wurzelspitze der jeweiligen Zähne entfernt.
Die Entzündungen sind mit der Wurzelspitze entfernt und die Kanäle zusätzlich mit mikrochirurgischer-Utraschalltechnik von unter her aufbereitet und bakterienfrei mit einem speziellen Wurzelfüllzement verschlossen (weißlich erscheinende Abschlußfüllungen an der neuen Wurzelspitze).